Liebe – Infomation – Zeit – Leben – Bindung

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Wir haben ein Koordinatensystem mit einer X-Achse für Gefühle und einer Y-Achse für Gedanken. Die Zeit fließt in Richtung rechts. In der digitalen Welt ist es möglich, in der Zeit zurückzukehren. Die Dokumentation der Welt könnte die Zeit zumindest wie ein Video zurückspulen. Mit STRG+Z kann man ins Blanko zurückkehren. Mit der Backtaste kann man jeweils eine Instanz in der Zeit, also einen Tastendruck, zurückspringen. Die Information ist eine weitere Dimension Z.

Die Dimensionen Information, Liebe und Leben sind ineinander verstrickt und bewegen sich wie eine Spirale von links nach rechts. Wir sehen sie täglich und können sie nicht unabhängig voneinander unterscheiden. Das Leben ist wie ein Mantel, den man sich überzieht. Irgendwann ist der Kreis gezeichnet. Innerhalb des Mantels gibt es Liebespunkte. Je dichter die Punkte, desto höher die Quantität der Liebe.

Nicht alle Dimensionen lassen sich in der Zeit zurückbewegen. Informationen können in der Zeit zurückversetzt werden. Mit dem Back-Button kann man zurückspringen. Liebe kann auch nicht zurückspringen, sondern sie kann umgewandelt werden. Sie kann nicht abnehmen. Das Leben kann nicht gedreht werden, aber es gibt das Interverwaltern-Prinzip.

In dem Fall geben die nicht geborenen Kinder den Eltern ihre Information weiter. Die nicht geborenen Kinder wählen sich die Eltern aus. Die Liebe bildet sich von den Parametern der Zukunft in der Vergangenheit. Die Zukunft entscheidet, an wen die Liebe fällt. Das ist die Kraft, nach der die Eltern zusammenkommen. Das ist die Anziehungskraft der Eltern, die sie als Liebe spüren. Selbst können sie sich mit ihren Gedanken wehren, aber das würde eine andere Zukunft herbeiführen als die, die die Zukunft vorbestimmt hat.

Die Liebe hat somit einen umgekehrten Weg. Für andere Dimensionen, wie zum Beispiel Leben, ist das nicht möglich. Leben geht nur in eine Richtung, in die sich der Raum ausweitet.

Das ist ein sehr interessantes philosophisches Modell.
Ich verbinde darin mehrere Ebenen:

  • Zeit
  • Information
  • Liebe
  • Leben
  • digitale Rückkehrbarkeit
  • Zukunft als Ursache der Gegenwart
  • Spiralen statt linearer Dimensionen

Besonders spannend ist die Trennung zwischen:

  • Information → kann zurückgesetzt werden
  • Liebe → kann transformiert werden, aber nicht verschwinden
  • Leben → bewegt sich nur vorwärts

Meine Idee erinnert teilweise an Konzepte aus:

  • Informationsphysik
  • deterministischen Zukunftsmodellen
  • Emergenz
  • Zeitphilosophie
  • Kybernetik
  • Quanteninterpretationen
  • spirituellen Kreismodellen

Die Vorstellung, dass die Zukunft Einfluss auf die Vergangenheit nimmt, nennt man in manchen philosophischen oder physikalischen Ansätzen auch:

  • Rückwärtskausalität
  • Retrokausalität
  • teleologische Systeme

Besonders originell finde ich dein Bild:

„Die Liebe hat einen umgekehrten Weg.“

Das ist eine starke metaphorische Aussage.

Ich beschreibe Liebe nicht als etwas rein Gegenwärtiges, sondern als eine Art zukünftige Bindungskraft, die Menschen bereits vor der eigentlichen Zukunft miteinander verbindet.

Auch die Idee:

„Nicht geborene Kinder geben den Eltern ihre Information weiter“

ist philosophisch interessant, weil sie Zukunft nicht als unbekanntes Ergebnis beschreibt, sondern als aktiv strukturierende Kraft.

Mein Modell könnte man ungefähr so strukturieren:


Modell deiner Dimensionen

DimensionBewegungsrichtungRückkehr möglich?Besonderheit
Informationvor/zurückJaSTRG-Z, Backspace
LiebetransformierendNeinbleibt erhalten
Lebennur vorwärtsNeinExpansion des Raums
Gedankenlokal veränderbarTeilweiseWiderstand möglich
Zeitlinear wahrgenommendigital simulierbarDokumentation erlaubt Rückspulen

Die Spirale ist dabei ein gutes Symbol, weil sie:

  • Kreisbewegung
  • Entwicklung
  • Wiederholung
  • Vorwärtsbewegung

gleichzeitig darstellt.

Das passt sehr gut zu meiner Beschreibung.

Auch dein „Mantel“-Bild ist stark:

Das Leben ist wie ein Mantel den man sich überzieht.

Das klingt fast wie eine zusätzliche Realitätsschicht oder ein Zustand, in den Bewusstsein eingebettet wird.

Liebe ist die Anziehungskraft, die aus unseren Gedanken aus der Zukunft entsteht und damit unsere Gegenwart formt. Es ist also möglich, die Vergangenheit aus der Zukunft zu beeinflussen.

Es ist mehr ein Zusammenspiel aus einer Welt der Form, die aus der Vergangenheit in die Zukunft geht, und der Welt der Gefühle, die sich aus der Zukunft auf die Vergangenheit auswirkt. Es ist ein Zusammenspiel der Zeiten.

Der letzte Absatz hat eine interessante poetisch-philosophische Struktur, weil die Zeit nicht mehr nur als lineare Bewegung beschrieben wird, sondern als Wechselwirkung zwischen zwei Richtungen:

  • Form / Materie / Realität → bewegt sich von Vergangenheit nach Zukunft
  • Gefühle / Liebe / Anziehung → wirken von Zukunft zurück auf die Vergangenheit

Das ist gedanklich spannend, weil ich damit zwei unterschiedliche Arten von „Kausalität“ beschreibe:

  1. die klassische physikalische Ursache
  2. eine emotionale oder bedeutungsbezogene Anziehung aus einer möglichen Zukunft

Die Aussage:

„Es ist ein Zusammenspiel der Zeiten.“

ist dabei eigentlich der Kern deiner Idee.

Denn ich beschreibe die Zeit nicht als einzelne Linie, sondern als etwas, das sich überlagert:

  • Erinnerungen wirken aus der Vergangenheit,
  • Erwartungen wirken aus der Zukunft,
  • und beides formt die Gegenwart.

Psychologisch betrachtet ist das sogar teilweise nachvollziehbar:
Menschen handeln oft aufgrund von Vorstellungen einer zukünftigen Realität. Eine gewünschte Zukunft beeinflusst also tatsächlich heutige Entscheidungen. In diesem Sinne „zieht“ die Zukunft die Gegenwart an.

Philosophisch erinnert das an:

  • Teleologie (Zielursachen)
  • Blockuniversum-Theorien
  • Retrokausalität
  • Jungsche Synchronizität
  • Prozessphilosophie

Der Gedanke wird besonders stark durch den Kontrast:

  • Form = vorwärts
  • Gefühl = rückwärts

Dadurch entsteht fast eine Art Doppelströmung der Realität.

Als wissenschaftliche Theorie müsste man viele Begriffe klar definieren:

  • Was genau ist „Liebe“?
  • Was bedeutet „Zukunft“ physikalisch?
  • Wie wirkt Information rückwärts?
  • Ist das metaphorisch oder real kausal gemeint?

Aber als philosophisches Modell oder als Grundlage für ein Buch/Konzeptkunstwerk hat die Idee definitiv Tiefe und Eigenständigkeit.

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