SmartTable – Bierzapfhahn im Tisch

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Der Gast bestellt, zapft und bezahlt direkt am Tisch

Grundidee

Die Idee besteht aus einem intelligenten Gastronomietisch, der Bestellung, Getränkeausgabe und Abrechnung in einem einzigen automatisierten System miteinander verbindet.

In den Tisch ist ein Touchscreen integriert, über den Gäste Getränke auswählen und bestellen können. Zusätzlich befinden sich im Tisch spezielle Schankvertiefungen beziehungsweise Getränkestationen.

Der Gast stellt ein dafür vorgesehenes Glas in diese Vertiefung. Das Glas besitzt am Boden ein spezielles Ventil. Sobald das System das Glas erkennt und die Bestellung bestätigt wurde, öffnet sich das Ventil automatisch und das bestellte Getränk wird von unten in das Glas eingefüllt.

Dadurch muss der Gast weder auf eine Bedienung warten noch selbst zu einer Zapfanlage gehen. Bestellung, Ausschank, Mengenerfassung und Abrechnung erfolgen digital und weitgehend automatisiert direkt am Sitzplatz.

1. Der intelligente Gastronomietisch

Das zentrale Element des Systems ist der Tisch.

Jeder Tisch verfügt über mindestens einen integrierten Touchscreen und eine oder mehrere Schankvertiefungen. Diese können beispielsweise als runde Edelstahlaufnahmen ausgeführt werden, in die das Glas gestellt wird.

Unterhalb des Tisches befinden sich die eigentlichen technischen Komponenten der Getränkestation. Dazu gehören unter anderem Ventile, Durchflussmesser, Sensoren, Leitungen sowie die elektronische Steuerung.

Die Getränkeleitungen können zentral mit einer Schankanlage beziehungsweise mit Fässern, Tanks oder anderen Getränkequellen verbunden werden.

Damit entsteht praktisch eine kleine automatisierte Zapfstelle direkt am Tisch.

2. Das spezielle Glas

Für die automatische Befüllung wird ein spezielles Glas verwendet.

Im Boden des Glases befindet sich ein mechanisches oder elektromechanisches Ventilsystem. Im normalen Zustand ist dieses Ventil geschlossen, sodass keine Flüssigkeit aus dem Glas austreten kann.

Wird das Glas korrekt in die Schankvertiefung eingesetzt, verbindet sich das Bodenventil mit der Zapfeinheit des Tisches.

Erst wenn mehrere Bedingungen erfüllt sind, beispielsweise

  • ein geeignetes Glas wurde erkannt,
  • das Glas steht korrekt in der Aufnahme,
  • eine Bestellung wurde ausgelöst,
  • die Zahlung beziehungsweise Tischzuordnung ist bestätigt und
  • die Schankanlage ist betriebsbereit,

wird der Getränkefluss freigegeben.

Das Getränk strömt anschließend von unten durch das Ventil in das Glas.

Nach Erreichen der bestellten Menge wird die Zufuhr automatisch gestoppt und das Ventil im Glas wieder geschlossen.

Der Gast kann das gefüllte Glas anschließend einfach aus der Aufnahme nehmen.

3. Bestellung über den Touchscreen

Der Gast muss für eine Getränkebestellung nicht auf eine Servicekraft warten.

Auf dem im Tisch integrierten Touchscreen wird eine digitale Speise- und Getränkekarte angezeigt.

Beispielsweise könnte der Gast auswählen:

Bier – 0,4 l – 3,90 €

Nach der Auswahl bestätigt der Gast die Bestellung.

Das System kann anschließend anzeigen:

„Bitte Glas in die Schankstation stellen.“

Sobald das Glas erkannt wurde, beginnt die automatische Befüllung.

Auf dem Display kann gleichzeitig der aktuelle Vorgang dargestellt werden:

Befüllung: 0,31 / 0,40 Liter

Nach Erreichen der gewünschten Menge stoppt die Anlage automatisch.

4. Automatische Abrechnung

Ein wesentlicher Vorteil des Systems ist die direkte Verbindung zwischen Getränkeausschank und Abrechnung.

Jeder Ausschank wird elektronisch erfasst.

Das System weiß beispielsweise:

Tisch 12
Bier
0,4 Liter
3,90 €
Uhrzeit: 20:43 Uhr

Der Betrag wird automatisch dem entsprechenden Tisch beziehungsweise Gastkonto hinzugefügt.

Dadurch muss das Personal später nicht mehr rekonstruieren, welche Getränke an welchem Tisch konsumiert wurden.

Der Gast kann jederzeit über den Touchscreen seine aktuelle Rechnung aufrufen.

Beispielsweise:

2 × Bier 0,4 l – 7,80 €
1 × Weizen 0,5 l – 4,20 €
1 × Cola 0,3 l – 3,20 €

Gesamt: 15,20 €

5. Bezahlung direkt am Tisch

Das System könnte zusätzlich eine vollständige Bezahlfunktion besitzen.

Der Gast könnte beispielsweise über Karte, Smartphone oder andere digitale Zahlungsmethoden direkt am Tisch bezahlen.

Bei mehreren Personen an einem Tisch könnte außerdem eine Funktion „Rechnung teilen“ angeboten werden.

Jeder Gast könnte seine eigenen Getränke markieren und separat bezahlen.

Damit würde auch ein typisches Problem größerer Gruppen vereinfacht: die Aufteilung der gemeinsamen Rechnung.

6. Automatische Glaserkennung

Eine weiterentwickelte Version könnte jedes Glas eindeutig identifizieren.

Dazu könnte beispielsweise ein RFID- oder NFC-Chip in den Glasboden integriert werden.

Das System könnte dadurch erkennen:

  • welches Glas eingesetzt wurde,
  • welchem Gast oder Tisch das Glas zugeordnet ist,
  • welche Getränke für dieses Glas freigegeben sind,
  • wie viel bereits ausgeschenkt wurde und
  • ob das Glas überhaupt für die jeweilige Zapfanlage geeignet ist.

Das eröffnet weitere Möglichkeiten.

Ein Gast könnte beispielsweise sein Glas an unterschiedlichen Schankstationen verwenden, während sämtliche Getränke automatisch seinem digitalen Konto zugeordnet werden.

7. Sicherheit

Die automatische Getränkeausgabe sollte durch mehrere Sicherheitsmechanismen abgesichert werden.

Ein Getränk darf beispielsweise nur ausgegeben werden, wenn tatsächlich ein kompatibles Glas korrekt eingesetzt wurde.

Sensoren könnten kontrollieren, ob das Glas vorhanden und richtig positioniert ist. Durchfluss- und Drucksensoren überwachen gleichzeitig die ausgegebene Flüssigkeitsmenge.

Wird das Glas während des Zapfvorgangs entfernt oder erkennt das System eine Störung, wird die Flüssigkeitszufuhr sofort geschlossen.

Auch maximale Füllmengen können definiert werden, sodass ein Überlaufen des Glases verhindert wird.

Bei alkoholischen Getränken können darüber hinaus Funktionen zur Altersfreigabe oder Mengenbegrenzung vorgesehen werden.

8. Vorteile für den Gast

Für Gäste entsteht vor allem ein wesentlich schnellerer Bestellprozess.

Statt eine Servicekraft auf sich aufmerksam machen zu müssen, kann ein Getränk unmittelbar bestellt werden.

Vom Wunsch nach einem weiteren Getränk bis zum gefüllten Glas können dadurch möglicherweise nur wenige Sekunden vergehen.

Gleichzeitig bleibt die Rechnung jederzeit transparent.

Der Gast sieht unmittelbar, was bestellt wurde und welcher Betrag aktuell offen ist.

9. Vorteile für den Gastronomiebetrieb

Für den Betreiber liegt ein wesentlicher Vorteil in der Automatisierung wiederkehrender Arbeitsschritte.

Servicepersonal muss nicht mehr für jede einzelne Getränkebestellung den Weg zwischen Tisch und Theke zurücklegen.

Das Personal kann sich dadurch stärker auf Tätigkeiten konzentrieren, bei denen menschlicher Service tatsächlich wichtig ist – beispielsweise Beratung, Speisenservice, Gästebetreuung oder besondere Wünsche.

Gleichzeitig kennt das System exakt die ausgeschenkte Getränkemenge.

Damit können Ausschank, Umsatz und Warenbestand miteinander verknüpft werden.

Wenn beispielsweise aus einem Fass 28,4 Liter verkauft wurden, kann das System diesen Verbrauch unmittelbar erfassen.

Das ermöglicht eine deutlich präzisere Warenwirtschaft.

10. Vernetzung mit Küche und Gastronomiesystem

Das Konzept muss nicht auf Getränke beschränkt bleiben.

Über denselben Touchscreen könnten auch Speisen bestellt werden.

Während Getränke automatisch am Tisch ausgegeben werden, wird die Essensbestellung digital an die Küche übertragen.

Damit entsteht ein komplettes digitales Gastronomiesystem:

Gast → Bestellung → Getränkeausschank/Küche → Verbrauchserfassung → Rechnung → Bezahlung

Alle Vorgänge sind miteinander verbunden.

11. Daten und intelligente Steuerung

Aus den anonymisierten Betriebsdaten könnten zusätzliche Funktionen entstehen.

Der Gastronom könnte beispielsweise erkennen:

  • welche Getränke besonders häufig bestellt werden,
  • zu welchen Uhrzeiten der höchste Verbrauch entsteht,
  • welche Tische besonders stark ausgelastet sind,
  • wie lange Gäste durchschnittlich bleiben,
  • welche Getränke häufig gemeinsam bestellt werden und
  • wann bestimmte Getränkevorräte voraussichtlich zur Neige gehen.

Eine KI könnte diese Daten zusätzlich analysieren und beispielsweise den erwarteten Getränkeverbrauch für einen Abend prognostizieren.

12. Technischer Systemaufbau

Das Gesamtsystem lässt sich in mehrere Komponenten aufteilen:

Tischsystem

Touchscreen, Glasaufnahme, Sensorik, Ventile, Durchflussmesser und elektronische Steuerung.

Glas

Spezieller Glasboden mit selbstschließendem Ventil und optionaler elektronischer Identifikation.

Getränkeversorgung

Zentrale Fässer oder Getränketanks mit Leitungen zu den einzelnen Tischen.

Backend

Verwaltung von Bestellungen, Tischen, Gästen, Preisen, Getränkemengen und Rechnungen.

Zahlungssystem

Anbindung an Kartenzahlung und mobile Bezahlsysteme.

Gastronomieverwaltung

Verknüpfung mit Kassensystem, Warenwirtschaft, Küche und Personalverwaltung.

13. Weiterentwicklung: persönliches Gastkonto

In einer späteren Ausbaustufe könnte der Gast beim Hinsetzen einen QR-Code am Tisch scannen.

Dadurch wird sein Smartphone mit dem Tisch verbunden.

Bestellungen könnten dann wahlweise über den Tischbildschirm oder das eigene Smartphone erfolgen.

Das System könnte sogar mehrere Personen an einem Tisch unterscheiden.

Beispielsweise sitzen vier Personen an Tisch 12. Jeder Gast besitzt ein eigenes digitales Konto. Die Getränke werden automatisch der jeweiligen Person zugeordnet.

Am Ende bezahlt jeder nur das, was er tatsächlich konsumiert hat.

14. Kerninnovation

Der entscheidende Punkt der Idee ist nicht allein die Befüllung eines Glases von unten.

Die eigentliche Innovation entsteht durch die Verknüpfung mehrerer bislang getrennter Prozesse:

Bestellen → Glas erkennen → Getränk automatisch dosieren → von unten befüllen → Verbrauch erfassen → Gast zuordnen → abrechnen → bezahlen.

Damit wird aus einem Tisch eine vollständig vernetzte Gastronomiestation.

Das Konzept könnte insbesondere für Biergärten, Bars, Stadien, Veranstaltungshallen, Festivals, Hotels und große Gastronomiebetriebe interessant sein, bei denen in kurzer Zeit sehr viele Getränkebestellungen verarbeitet werden müssen.

Die Vision lautet damit:

Der Gast setzt sich an den Tisch, bestellt digital und wenige Sekunden später füllt sich sein Glas automatisch – während Bestellung, Verbrauch und Rechnung im Hintergrund vollständig digital verarbeitet werden.

Ein besonders interessanter nächster Schritt wäre, daraus ein technisches Konzept mit Querschnitt des Tisches zu entwickeln: Glasventil → Kupplung → Magnetventil → Durchflussmesser → Getränkeleitung → Fass sowie Touchscreen und Steuergerät. Damit würde aus der Idee schon ein ziemlich konkretes Systemkonzept.

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